Autor: Rainer B. Jogschies
Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?
- Von einem, der auszog, sich vor dem Krieg zu schützen
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19.05.2012
Autor: Rainer B. Jogschies Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker? - Von einem, der auszog, sich vor dem Krieg zu schützen |
Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?Von einem, der auszog, sich vor dem Krieg zu schützenZweimal wurde das Buch bereits veröffentlicht: 1985 und 1988. Der STERN war irritiert, was der Reporter Rainer Jogschies zum Zivilschutz in der Bundesrepublik herausgefunden hatte: Zwar wurden Milliardenbeträge verbuddelt, um einem kleinen Teil der Bevölkerung das Überleben in einem Atomkrieg zu sichern. Aber die Verantwortlichen glaubten selber nicht an das, was sie taten. Der renommierte Psychoanalytiker Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter war ebenso perplex: Er hatte zunächst für eine "makabre Satire" gehalten, was der Autor da recherchiert und dokumentiert hatte.
Es begann mit der Angst ...Wohin, wenn ein Krieg ausbricht? Wohin nur, wenn ein AKW brennt? Wohin schicken uns bundesdeutsche Politiker bloß? Vor 25 Jahren hat der Journalist Rainer B. Jogschies sorgsam nachgefragt. Das Protokoll seiner Recherche ist leider längst nicht veraltet. Alles blieb so, wie es war - nichts wurde besser. Mit Schrecken stellte der Reporter fest, dass zwar der Kalte Krieg vorbei ist, aber die kalten Krieger in der bundesdeutschen Politik bis heute kein einziges der Sonder- und Sicherstellungsgesetze geändert haben, die aus unserer Demokratie eine "Notstands"-Diktatur machen. Die Zivilschutzgesetze, vorgeblich zum Schutz der Bevölkerung nach und nach verabschiedet, machen aus dem Bürger einen "Soldaten ohne Uniform". Das Ende des Kalten Krieges ist nicht das Ende der AngstNeuauflage des Bestsellers nach 25 JahrenDie Geschichte klinge kafkaesk, meinte ein Rezensent beim Ersterscheinen des Buches 1984. Ein anderer verschluckte sich am Lachen. Der STERN war begeistert: Noch keiner habe so beharrlich nachgefragt. Dabei hatte der Hamburger Journalist Rainer Jogschies auf dem Höhepunkt der NATO-Nachrüstungsdebatte 1984 lediglich von einer aussichtslosen Suche berichtet: Wie würden Bürger geschützt, wenn Krieg oder Katastrophen wie Tschernobyl sie überkämen? Er ging zu Behörden, Politikern und Zivilschützern - die Antworten waren nicht nur ernüchtern, sondern teils absurd, meist aber zynisch. Zwar wurde und wird der Krieg sorgsam geplant, doch für den Schutz der Menschen gibt es nur Vorbereitungen, die sie entmenschlichen. Rainer Jogschies schilderte anschaulich und mit spöttischem Sinn für Situationskomik, wie in der Bundesrepublik der Bundesrepublik der Irrsinn eines angeblichen "Zivilschutzes" systematisch verwaltet wird: "Auch 25 Jahre nach der Erstveröffentlichung hat sich an der Situation nichts geändert. Es wird nur noch weniger darüber geredet." Aus diesem Anlass hat sich der Berliner Nachttischbuch-Verlag zu einer Wiederveröffentlichung der im Internet viel gehandelten Reportage entschlossen, die ab August 2010 im Buchhandel oder online portofrei unter www.shop.nachttischbuch.de erhältlich ist. Aktuelle Wiederveröffentlichung Nachttischbuch-Verlag/Berlin 2010 232 Seiten zu 19,80 Euro ISBN-10: 3-937550-19-4 ISBN-13: 978-3-937550-19-0 Erstveröffentlichung: Kabel-Verlag/Hamburg 1985, 250 Seiten, ISBN 3-921909-04-X Neuveröffentlichung: Ullstein/Berlin 1988, 250 Seiten, ISBN 3-548-34443-7
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