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05.02.2012
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Der Buchmesser. ReloadedKurze Erzählung vom Ende des Erzählens, 2009Im Juni 2009 wollte der bundesdeutsche Schriftstellerverband VS eigentlich sein vierzigstes Jubiläum begehen. Doch der gewerkschaftliche Dachverband, ver.di, strich die Zusammenkunft. Es wurde Geld für den Streik der KiTa-Mitarbeiter benötigt. So investiert man in die Zukunft. Fragen nach der sozialen und berufliche Misere der Autorinnen und Autoren wurden gemieden. Dabei ist die Geschichte beispielsweise einfach die: Ein Autor auf einer weiten Reise. Auf der Frankfurter Buchmesse will er sein Manuskript verkaufen. Alles, was schiefgehen kann, geht schief. Doch er hat Erfolg. Nur was für einen! Statt Bestseller wird er Restseller ... Also eine Satire? Die Satire von einem, der auszieht, sein Glück zu suchen? Alles andere als das - es ist lächerlich ernst. Denn das jährliche Treffen der Autoren ist in Jogschies´ Erzählung nicht bloß ein Jahrmarkt der Eitelkeiten mit dem Charme eines kleinstädtischen Baumarktes. Besäufnisse und mancherlei Blödheiten sind noch die geringsten Belastungen beim Buch-Machen. Das wäre allein noch nicht das Schlimmste. Die Schwierigkeiten eines ersehnten Bucherfolges sind ernster. Die ihn wollen, machen sich dabei oft nicht nur lächerlich. Der erträumte Bestseller in dieser Erzählung erlebt den Alptraum eines Restsellers. Ramsch wird nicht nur geschrieben. Er wird das Markenzeichen der Branche. Der Buchmesser. ReloadedNeu veröffentlichte Erzählung mit einem aktualisierten AnhangIm März ist die Buchmesse in Leipzig. Und im Herbst ist schon wieder Messe: In Frankfurt/Main. Nur einer fehlt stets: Der Buchmesser – jener freundlich konfuse Autor aus dem gleichnamigen Roman über diese jährlichen Jahrmärkte der Eitelkeiten. Stattdessen erscheint, fünf Jahre nach der Erstveröffentlichung, die Erzählung Von einem, der auszog in Frankfurt das Fürchten zu lernen, nun noch einmal. Und sie kommt noch witziger und doch ernster daher. Als Gesprächsstoff wäre es für den geplanten Schriftstellerkongress im Juni 2009, zu dessen vierzigsten Jahrestag, gut gewesen. Doch die Gewerkschaft ver.di sagte das Jubiläum ab - aus Kostengründen. Ob dies Ironie oder Zynik ist, wird sich in der nicht gerade rosigen Zukunft der Berufsgruppe erweisen, die eben weniger Beiträge als Kindergärtnerinnen, Polizisten und Müllwerker aufbringt. Für jene wird immerhin so manche Trillerpfeife und Müllsack-ähnliche Demo-Kluft spendiert, um unsere Nerven zu strapazieren.
Die kleine, böse Satire im Stil von „Dr. Murkes gesammeltes Schweigen“ sollte jeder lesen, der sich seine Liebe zu Büchern melancholisch bewahren will ... Rainer B. Jogschies: Der Buchmesser. Reloaded Sie können diesen Titel gleich und hier bestellen, rund um die Uhr: Wir senden Ihnen das Buch portofrei.
Aufputschpille für Autoren?Besprechungen der Erstveröffentlichung von "Der Buchmesser"Helma Nehrlich schrieb dazu im Fachmagazin für Journalisten „M – Menschen machen Medien“ unter der Überschrift „Fast schon ein Tatsachenroman“:
Und Anne von Blomberg redete den Lesern des Internetportals „ReadMe“ gut zu:
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