Was haben Sie denn von Rainer B. Jogschies gehört?

Hör- und Leseproben aus "Der Buchmesser", das "Nirwana der Nichtse", die "Non-Stop-Gesellschaft" und "Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?" sowie "21 Hamburg 90"


Wie ist es eigentlich so auf der Buchmesse in Frankfurt/Main? Welches Buch hat denn da Erfolg? Man hört nur von so wenigen ...

Wie lebt es sich ohne weltweiten Erfolg in einem Stadtteil wie Harburg, den andererseits seit dem "11. 9." fast die ganze Welt kennt - nur deren Menschen (und Autoren) nicht? Und warum wurde 2013 dies "Terrornest" (Hamburgs ehemalige Kultursenatorin) ausgerechnet zum Austragungsort der "internationalen gartenschau" (igs) und der "Internationalen Bauausstellung" (IBA)?
 
Und wie hält man das alles aus vor lauter Stress und Hetze in einer "Non-Stop-Gesellschaft"? Und wo, bitte, geht´s zum nächsten Bunker, um die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen?

Die Fragen mögen zusammengenommen etwas merkwürdig klingen. Aber wer einige Bücher von Rainer B. Jogschies liest, versteht bald, wie sie zusammenhängen. Beispielsweise diese fünf Bücher, die wir Ihnen hier kurz in Texten, Auszüge, Besprechungen und Hörbeispielen  vorstellen!
 
Andere finden Sie auf der Homepage des Autors aufgeführt!


Autor Rainer B. Jogschies, fotografiert von Antje Hadler (jegliche Veröffentlichung und Weiterverbreitung ist honorarpflichtig und bedarf der vorherigen schriftlichen Genehmigung unter info[at]nachttischbuch.de
Autor: Rainer Jogschies

Wer liest denn noch ein Buch?

Das Verramschen und Verraten ist Alltag ...


Wer liest denn noch ein Buch? Was erzählen uns die Geschichten, die heutzutage Bestseller sind?

Welche Bücher sind überhaupt noch Fortsetzung oder Weitererzählung anderer? Wieso ist eigentlich ein "Hörbuch" ein Buch?

"Der Buchmesser" ist ein scheinbar altmodischer Roman: von einem, der auszieht, sein Glück zu suchen, nämlich ausgerechnet durch die Veröffentlichung eines Buches: Das jährliche Treffen der Autoren, Verleger und Grossisten, Journalisten und Leser in Frankfurt/Main ist jedoch nicht bloß ein Jahrmarkt der Eitelkeiten mit dem Charme eines kleinstädtischen Baumarktes. Besäufnisse und mancherlei Blödheiten sind noch die geringsten Belastungen beim Buch-Machen.

Der Traum ist da längst geplatzt ehe es überhaupt zu einem Gespräch überein Manuskript kommt, das Glück wird da rasch klein wie die Wurst am Imbiss des Messeveranstalters.

Die Schwierigkeiten eines ersehnten Bucherfolges sind ernster. Die ihn wollen, machen sich dabei oft nicht nur lächerlich. Der verträumte Bestseller-Autor im Roman Der Buchmesser erlebt den Alptraum eines Restsellers. Ramsch wird nicht nur geschrieben. Er wird das Markenzeichen der Branche.

Rainer B. Jogschies kennt die Frankfurter Buchmesse weit über dreißig Jahre. Jahr für Jahr hat er in großen und kleinen Verlagen Bücher veröffentlicht.

Noch mehr aber hat er die Schattenseiten der Szenerie kennengelernt. In Vorlesungen und Seminaren, auf Tagungen und bei Gewerkschaftstreffen hat er davon berichtet bevor er den Roman schrieb. 


Das Buch knüpft an an die Erfahrungen, die der Autor fast zwei Jahrzehnte zuvor hatte, als er in Zeiten der NATO-Nachrüstung und der Großdemonstrationen der Friedensbewegung mit der Reportage "Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?" auf der Buchmesse war. Die wahre Reportage zum Zivilschutz in Deutschland wurde mit einer Satire verwechselt, der Stil des Autors mehr gelobt als nach den Inhalten gefragt - und das thematische Desinteresse war in der Branche groß; glücklicherweise fand das Buch dennoch seine Leser und wurde bis zur Neu-Veröffentlichung durch den Nachttischbuch-Verlag in 2010 jahrelang im Internet rege gehandelt.


Sie können die Bücher von Rainer Jogschies gleich hier, mithilfe der unten aufgelisteten links, online per Vorkasse kaufen. Wir senden sie Ihnen versandkostenfrei zu:

 


Autor Rainer B. Jogschies, fotografiert von Franklin Hollander im April 2009 (Copyright: Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2009; Bildrechte unter: info@hollander-photo.de)
Stadtsanierung?

Wie liest man eine Stadt?

Die Geographie des Gewöhnlichen gehört zur Ortskunde ...


Wie liest man eine Stadt? Was erzählen uns die Straßen? Was die Häuser und die Parkplätze? Nichts? Vielleicht schweigen sie ja nur zu laut. Sie ruhen in Beton, bröckelndem Mörtel und Blech.

Ansonsten lärmt es. Aber wir hören nichts mehr. Welche Schicksale rascheln in den sauren Blättern der letzten Allee? So still.

Mancheiner ist froh, den Ort zu verlassen, an dem er geboren wurde. Er zieht hinaus in die Weite der Welt. Andere bleiben ihr Leben lang bis sie von der Welt verschwinden, die sie zu erkunden nie gereizt hat.

Manchmal verschwindet ihnen darüber die Welt. Sie nehmen sie nicht mehr "wahr". Sie wird ihnen klein. Die "große Welt" kommt selten einmal zu ihnen. Und wenn, kann sie ihnen "gestohlen bleiben".

Aber egal, wie es auch sei beim Weg durch ein Leben, der häufig genug "Karriere" genannt wird, oder beim Zurückgezogensein: Am Ende sind alle Teil "einer" Welt, ob wir sie mit offenen Augen sehen wollen oder nicht. Nur ergeben die Teile kein Ganzes. Denn das Ganze ist nicht erst eine Summe. Es ist bereits in jedem Teil.

Das ist schwer zu verstehen. Aber vielleicht ist es leichter zu fühlen. Lebensgefühle erlauben, wenn Menschen ihre Heimat in sich gefunden haben (statt einen Ort, den sie "Heimat" nennen), Leben zu fühlen und Gefühle zu leben. Die Welt ist dann nicht mehr egal.

Denn der Mensch ist die Menschen, wie der Dichter Octavio Paz angesichts der "Massen" in Indien erkannte. Ausgerechnet im Gewimmel und Gewirr nahm er den Einzelnen und seine Bedeutung wahr.

Menschen aus "seinem" Stadtteil schilderte der Journalist Rainer B. Jogschies über Jahrzehnte in vielen Wochenzeitungen. In 21 Hamburg 90 hat er die vereinzelten Geschichte so zusammengefasst, dass sie mit dem zeitlichen Abstand mehr als nur eine Spurensicherung sind - sie zeigen wie in einem Krimi Täter und Opfer, Motive und Taten. Lesen Sie in der Spalte links die Zusammenfassung der ersten Berichte über den "Giftberg von Georgswerder", der den Besucher der "Internationalen Bauausstellung" (IBA) 2013 plötzlich als Hügel des Horizonts verkauft wurde, als städtischer "Freiraum"  für einen tollen Blick über die Hansestadt Hamburg, die ihre Bewohner über Jahrzehnte vergiftete und nun auch noch verjuxt.
Einige der in 21 Hamburg 90 in schwarz-weiß abgedruckten Fotos von der "Innenstadtsanierung" in Hamburg-Harburg können Sie sich in der linken Spalten ganz unten als farbige PDF ansehen.


Autor: Rainer B. Jogschies: Nirwana der Nichtse (Copyright: Nachttischbuch-Verlag); Illustration: Vandam
Covermotiv für NIRWANA DER NICHTSE

Was sagt ein Text noch angesichts der Echtzeit-Medien?

Es gibt Neues aus dem Nirwana der Nichtse ...


Die Reportagen und Geschichten in der Sammlung Nirwana der Nichtse erzählen aus dem Alltag. Sie berichten vom sonst kaum bemerkten Fluss der Zeit. Aus dem lugen sie wie unbedeutende Steine.

Mal sind diese Geschichtchen längst vergangen und weggerollt, mal werden sie erst heute gänzlich sichtbar. Mal wirkt Vergangenes plötzlich gegenwärtig. Die Gegenwart klingt ein anderes Mal für einen Moment vergangen oder zumindest vergänglich. So wird sie sonst kaum wahr genommen. Erst wenn Vergangenes wie gegenwärtig daherkommt, wird die Form manchmal eins mit dem Erzählten.

Doch wie ewig ist die Gegenwart, die wir kaum noch spüren? Was sagt ein Text noch? Und wie lange. Zumal, wenn er in der Schublade harrte, um wieder und neu gelesen zu werden? Mit dem Wissen, was weiter geschah. Mit einem Gespür, wo sich Teile zu etwas ganz Anderem oder Neuem fügen.

Davon berichtet Rainer B. Jogschies in Nirwana der Nichtse auf 280 Seiten und aus drei Jahrzehnten: Aus dem unbedeutenden Ort Harburg, der so oft in den Schlagzeilen vorkam und der wie New York für den "11.9." steht ...
Andere Texte des Autors aus Zeitschriften, Anthologien und Zeitungen finden Sie auf dessen Homepage nach verschiedenen Themen zur kostenfreien Lektüre angeboten.
Das Coverfoto zu "Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?" machte - wie auch das unten stehende Bild - die Hamburger Fotografin Britta Henrici.



Rainer B. Jogschies: Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker? (Nachttischbuch-Verlag, Herbst 2010) Gestaltung: Vandam, Coverfoto: Britta Henrici.
Britta Henrici: Bunker, Berlin-Alexanderplatz

Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?

Wie Stadtmenschen von eigenen Politikern und Militärs unter die Erde gebracht werden sollen ...


Die Geschichte klinge kafkaesk, meinte der Rezensent der "Kulturpolitischen Mitteilungen" beim Ersterscheinen des Buches 1984. Ein anderer verschluckte sich am Lachen. Der STERN war begeistert: Noch keiner habe so beharrlich nachgefragt.

Dabei hatte der Hamburger Journalist Rainer Jogschies auf dem Höhepunkt der NATO-Nachrüstungsdebatte 1984 lediglich von einer aussichtslosen Suche berichtet: Wie würden Bürger geschützt, wenn Krieg oder Katastrophen wie Tschernobyl sie überkämen?

Er ging zu Behörden, Politikern und Zivilschützern - die Antworten waren nicht nur ernüchtern, sondern teils absurd, meist aber zynisch. Zwar wurde und wird der Krieg sorgsam geplant, doch für den Schutz der Menschen gibt es nur Vorbereitungen, die sie entmenschlichen. Mehr ....

Rainer Jogschies schilderte anschaulich und mit spöttischem Sinn für Situationskomik, wie in der Bundesrepublik der Bundesrepublik der Irrsinn eines angeblichen "Zivilschutzes" systematisch verwaltet wurde und wird. Denn auch nach dem "Ende" des "Kalten Krieges" geht der Irrsinn der Kriegsvorbereitung mit atomaren Waffen weiter. Die Gesetze zum "Notstand" der Republik sind geblieben. Jogschies: "Auch 25 Jahre nach der Erstveröffentlichung hat sich an der Situation nichts geändert. Es wird nur noch weniger darüber geredet."

Aus diesem Anlass hat sich der Berliner Nachttischbuch-Verlag zu einer Wiederveröffentlichung der im Internet viel gehandelten Reportage entschlossen, die Sie nun sofort, ganztägig und für Sie portofrei hier bestellen können.

Eine Lesung aus der wiederveröffentlichten Reportage fand beispielsweise im Berliner U-Bahnhof Pankstraße am 2. März 2011auf Einladung der Berliner Unterwelten statt. Und selbstverständlich war der Autor auch schon bei den Hamburger Unterwelten zu Gast.

Wir wünschen Ihnen viele Anregungen, auch mal in Ihrer Gemeinde nach Zivilschutzplätzen zu fragen - zumal die Bundesregierung 2014, also dreißig Jahre nach Erstveröffentlichung dieser Recherche,  allerorten den "Zivilschutz" plötzlich still und (un)heimlich abschafft.

Autor Rainer B. Jogschies: Blitzkrieg gegen sich selbst - Die Non-Stop-Gesellschaft. Essay (Copyright: Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2004; ISBN: 978-3-937550-01-5, Gestaltung: Vandam)
In letzter Zeit läuft uns die Zeit davon - nur wohin? Rainer B. Jogschies schrieb über die "Non-Stop-Gesellschaft"

In letzter Zeit ist wenig Zeit ...

Die Paradoxien von Stress und Langeweile auf den Punkt gebracht


Die Zeit scheint immer schneller als wir. Wie im Märchen vom Hasen und den Igeln ist es oft zu spät für das, was wir tun wollten und noch vorhaben. Nur selten nehmen wir es genau umgedreht wahr.

Was läuft da falsch auf der Uhr, was ist mit der Zeit, die wir angeblich nicht haben? Lesen Sie mehr zu den Überlegungen, warum Stress und Langeweile Geschwister sind in den Hinweisen zu Die Non-Stop-Gesellschaft.

Das Buch können Sie hier bestellen. Wir schicken es Ihnen ohne "Zeitverzug" !?! Und für Sie versandkostenfrei.
Sie können den Autoren auch direkt für Vorträge und Lesungen zum Thema erreichen unter Rainer.Jogschies[at]web.de



Autor Rainer B. Jogschies: Bis hierhin. Sprachglossen (Copyright: Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2014; ISBN: 978-3-937550-18-3, Gestaltung: Vandam
Rainer B. Jogschies: Bis hierhin. 50 Sprachglossen (erscheint im Winter 2014)

Lass´ mich nicht allein im Zoo heut´ nacht

Die Tour zum Text, mit Roland T. Prakken (Songs)


Sie sind seit Jahrzehnten befreundet und haben auch schon zusammen Musik gemacht: Roland T. Prakken und Rainer B. Jogschies. Im Nachttischbuch-Verlag haben sie das erste Mal seit langem wieder zusammengearbeitet: An dem Tourbuch Treulose Tomate ist nicht mein Gemüse, das unterhaltsam und ironisch die Schrecknisse schildert, wenn in Deutschland Musiker unterwegs sind. Roland Prakken liest daraus während seiner Konzerte landauf, landab vor. Das Buch können Sie hier bestellen.

Und auch Rainer Jogschies ist mit seinen Texten zu den Leiden heutiger Autoren ("Der Buchmesser. Reloaded") oder dem Phänomen Stress bei notorischer Langeweile  ("Die Non-Stop-Gesellschaft") seit Jahren viel unterwegs zu Lesungen und Vorträgen.

Veranstalter fragten, ob man nicht etwas Gemeinsames auf die Bühne bringen könnte, mehr als schöne Musik und mehr als kritische Literatur. Das Programm LASS MICH NICHT ALLEIN IM ZOO HEUT NACHT kombiniert die neu geschriebenen deutschsprachigen Blues-, Folk- und Popsongs Prakkens mit ihrer wunderbaren Ironie und den ins Ohr gehenden Melodien mit kurzen Glossen, Geschichtchen und bissigen Kommentaren, die Rainer Jogschies zu Sprachfüllseln und Small-Talk-Verwahrlosungen geschrieben hat.

Das Buch mit 50 solcher "Sagemüsse", die einfach jeder sagen "muss", erscheint im Spätherbst 2017 im Nachttischbuch-Verlag als e-Book (ISBN 978-3-937550-18-3).
Als Klangprobe können Sie sich dem Song "Katzengold" anhören. Es ist das Titellied zu "Treulose Tomate ist nicht mein Gemüse!"
Dort finden Sie auch die ultimative Hamburg-Hymne: "Morgens auf der Reeperbahn um halb zehn":


Veranstalter können ihre Anfrage gern über die Serviceseiten des Nachttischbuch-Verlages an uns richten. Wir vermitteln Auftritte: "Gerne!"


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