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05.02.2012
Hier können Sie was hören:Rainer B. Jogschies liest aus "Der Buchmesser"Hörprobe: Der Buchmesser
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Was haben Sie denn von Rainer B. Jogschies gehört?Hör- und Leseproben aus "Der Buchmesser", das "Nirwana der Nichtse", die "Non-Stop-Gesellschaft" und "Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?"Wie ist es eigentlich so auf der Buchmesse in Frankfurt/Main? Welches Buch hat denn da Erfolg? Man hört nur von so wenigen ... Wie lebt es sich ohne weltweiten Erfolg in einem Stadtteil wie Harburg, den andererseits seit dem "11. 9." fast die ganze Welt kennt - nur deren Menschen (und Autoren) nicht? Und wie hält man das alles aus vor lauter Stress und Hetze in einer "Non-Stop-Gesellschaft"? Und wo, bitte, geht´s zum nächsten Bunker, um die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen? Die Fragen mögen zusammengenommen etwas merkwürdig klingen. Aber wer einige Bücher von Rainer B. Jogschies liest, versteht bald, wie sie zusammenhängen. Beispielsweise diese fünf Bücher, die wir Ihnen hier kurz in Texten, Auszüge, Besprechungen und Hörbeispielen vorstellen! Andere finden Sie auf der Homepage des Autors aufgeführt! Wer liest denn noch ein Buch?Das Verramschen und Verraten ist Alltag ...Wer liest denn noch ein Buch? Was erzählen uns die Geschichten, die heutzutage Bestseller sind? Welche Bücher sind überhaupt noch Fortsetzung oder Weitererzählung anderer? Wieso ist eigentlich ein "Hörbuch" ein Buch? "Der Buchmesser" ist ein merkwürdig altmodischer Roman von einem, der auszieht, sein Glück zu suchen, nämlich ausgerechnet durch die Veröffentlichung eines Buches: Das jährliche Treffen der Autoren, Verleger und Grossisten, Journalisten und Leser in Frankfurt/Main ist jedoch nicht bloß ein Jahrmarkt der Eitelkeiten mit dem Charme eines kleinstädtischen Baumarktes. Besäufnisse und mancherlei Blödheiten sind noch die geringsten Belastungen beim Buch-Machen. Der Traum ist da längst geplatzt ehe es überhaupt zu einem Gespräch überein Manuskript kommt, das Glück wird da rasch klein wie die Wurst am Imbiss des Messeveranstalters. Die Schwierigkeiten eines ersehnten Bucherfolges sind ernster. Die ihn wollen, machen sich dabei oft nicht nur lächerlich. Der verträumte Bestseller-Autor im Roman "Der Buchmesser" erlebt den Alptraum eines Restsellers. Ramsch wird nicht nur geschrieben. Er wird das Markenzeichen der Branche. Rainer B. Jogschies kennt die Frankfurter Buchmesse weit über dreißig Jahre. Jahr für Jahr hat er in großen und kleinen Verlagen Bücher veröffentlicht. Noch mehr aber hat er die Schattenseiten der Szenerie kennengelernt. In Vorlesungen und Seminaren, auf Tagungen und bei Gewerkschaftstreffen hat er davon berichtet bevor er den Roman schrieb.
Das Buch knüpft an an die Erfahrungen, die der Autor fast zwei Jahrzehnte zuvor hatte, als er in Zeiten der NATO-Nachrüstung und der Großdemonstrationen der Friedensbewegung mit der Reportage "Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?" auf der Buchmesse war. Die wahre Reportage zum Zivilschutz in Deutschland wurde mit einer Satire verwechselt, der Stil des Autors mehr gelobt als nach den Inhalten gefragt - und das thematische Desinteresse war in der Branche groß; glücklicherweise fand das Buch dennoch seine Leser und wurde bis zur Neu-Veröffentlichung durch den Nachttischbuch-Verlag in 2010 jahrelang im Internet rege gehandelt.
Wie liest man eine Stadt?Die Geographie des Gewöhnlichen gehört zur Ortskunde ...Wie liest man eine Stadt? Was erzählen uns die Straßen? Was die Häuser und die Parkplätze? Nichts? Vielleicht schweigen sie ja nur zu laut. Sie ruhen in Beton, bröckelndem Mörtel und Blech. Ansonsten lärmt es. Aber wir hören nichts mehr. Welche Schicksale rascheln in den sauren Blättern der letzten Allee? So still.Mancheiner ist froh, den Ort zu verlassen, an dem er geboren wurde. Er zieht hinaus in die Weite der Welt. Andere bleiben ihr Leben lang bis sie von der Welt verschwinden, die sie zu erkunden nie gereizt hat. Manchmal verschwindet ihnen darüber die Welt. Sie nehmen sie nicht mehr "wahr". Sie wird ihnen klein. Die "große Welt" kommt selten einmal zu ihnen. Und wenn, kann sie ihnen "gestohlen bleiben". Aber egal, wie es auch sei beim Weg durch ein Leben, der häufig genug "Karriere" genannt wird, oder beim Zurückgezogensein: Am Ende sind alle Teil "einer" Welt, ob wir sie mit offenen Augen sehen wollen oder nicht. Nur ergeben die Teile kein Ganzes. Denn das Ganze ist nicht erst eine Summe. Es ist bereits in jedem Teil. Das ist schwer zu verstehen. Aber vielleicht ist es leichter zu fühlen. Lebensgefühle erlauben, wenn Menschen ihre Heimat in sich gefunden haben (statt einen Ort, den sie "Heimat" nennen), Leben zu fühlen und Gefühle zu leben. Die Welt ist dann nicht mehr egal. Denn der Mensch ist die Menschen, wie der Dichter Octavio Paz angesichts der "Massen" in Indien erkannte. Ausgerechnet im Gewimmel und Gewirr nahm er den Einzelnen und seine Bedeutung wahr. Was sagt ein Text noch angesichts der Echtzeit-Medien?Es gibt Neues aus dem Nirwana der Nichtse ...Die Reportagen und Geschichten in der Sammlung "Nirwana der Nichtse" erzählen aus dem Alltag. Sie berichten vom sonst kaum bemerkten Fluss der Zeit. Aus dem lugen sie wie unbedeutende Steine. Mal sind diese Geschichtchen längst vergangen und weggerollt, mal werden sie erst heute gänzlich sichtbar. Mal wirkt Vergangenes plötzlich gegenwärtig. Die Gegenwart klingt ein anderes Mal für einen Moment vergangen oder zumindest vergänglich. So wird sie sonst kaum wahr genommen. Erst wenn Vergangenes wie gegenwärtig daherkommt, wird die Form manchmal eins mit dem Erzählten. Doch wie ewig ist die Gegenwart, die wir kaum noch spüren? Was sagt ein Text noch? Und wie lange. Zumal, wenn er in der Schublade harrte, um wieder und neu gelesen zu werden? Mit dem Wissen, was weiter geschah. Mit einem Gespür, wo sich Teile zu etwas ganz Anderem oder Neuem fügen. Davon berichtet Rainer B. Jogschies in "Nirwana der Nichtse" auf 280 Seiten und aus drei Jahrzehnten: Aus dem unbedeutenden Ort Harburg, der so oft in den Schlagzeilen vorkam und der wie New York für den "11.9." steht ... Andere Texte des Autors aus Zeitschriften, Anthologien und Zeitungen finden Sie auf dessen Homepage nach verschiedenen Themen zur kostenfreien Lektüre angeboten.
Wo, bitte. geht´s zu meinem Bunker?Wie Stadtmenschen von eigenen Politikern und Militärs unter die Erde gebracht werden sollen ...Die Geschichte klinge kafkaesk, meinte der Rezensent der "Kulturpolitischen Mitteilungen" beim Ersterscheinen des Buches 1984. Ein anderer verschluckte sich am Lachen. Der STERN war begeistert: Noch keiner habe so beharrlich nachgefragt. Dabei hatte der Hamburger Journalist Rainer Jogschies auf dem Höhepunkt der NATO-Nachrüstungsdebatte 1984 lediglich von einer aussichtslosen Suche berichtet: Wie würden Bürger geschützt, wenn Krieg oder Katastrophen wie Tschernobyl sie überkämen? Er ging zu Behörden, Politikern und Zivilschützern - die Antworten waren nicht nur ernüchtern, sondern teils absurd, meist aber zynisch. Zwar wurde und wird der Krieg sorgsam geplant, doch für den Schutz der Menschen gibt es nur Vorbereitungen, die sie entmenschlichen. Mehr .... Rainer Jogschies schilderte anschaulich und mit spöttischem Sinn für Situationskomik, wie in der Bundesrepublik der Bundesrepublik der Irrsinn eines angeblichen "Zivilschutzes" systematisch verwaltet wurde und wird. Denn auch nach dem "Ende" des "Kalten Krieges" geht der Irrsinn der Kriegsvorbereitung mit atomaren Waffen weiter. Die Gesetze zum "Notstand" der Republik sind geblieben. Jogschies: "Auch 25 Jahre nach der Erstveröffentlichung hat sich an der Situation nichts geändert. Es wird nur noch weniger darüber geredet." Aus diesem Anlass hat sich der Berliner Nachttischbuch-Verlag zu einer Wiederveröffentlichung der im Internet viel gehandelten Reportage entschlossen, die Sie nun sofort, ganztägig und für Sie portofrei hier bestellen können. Die letzte Lesung aus der wiederveröffentlichten Reportage fand im Berliner U-Bahnhof Pankstraße am 2. März 2011 statt. Näheres zu dieser und anderen Veranstaltungen der Berliner Unterwelten e. V. erfahren Sie hier. Wir wünschen Ihnen viele Anregungen, auch mal in Ihrer Gemeinde nach Zivilschutzplätzen zu fragen.. Eine Lesung aus der wiederveröffentlichten Reportage fand gerade in der Kulturwerkstatt Harburg im Binnenhafen am 15. April 2011 statt mit einigem Presseecho statt - allerdings kamen aus Politik und Verwaltung unfreiwillig komische Zuschriften und Statements. Näheres zur vergangenen Veranstaltung des renommierten Hamburger Kulturvereins erfahren Sie hier, falls Sie dessen Kulturprogramm auch sonst mal besuchen wollen. Als nächster Nachttischbuch-Autor war dort Johannes Goettsche am 6. Mai 2011 zu Gast.
In letzter Zeit ist wenig Zeit ...Die Paradoxien von Stress und Langeweile auf den Punkt gebrachtDie Zeit scheint immer schneller als wir. Wie im Märchen vom Hasen und den Igeln ist es oft zu spät für das, was wir tun wollten und noch vorhaben. Nur selten nehmen wir es genau umgedreht wahr. Was läuft da falsch auf der Uhr, was ist mit der Zeit, die wir angeblich nicht haben? Lesen Sie mehr zu den Überlegungen, warum Stress und Langeweile Geschwister sind in den Hinweisen zu Die Non-Stop-Gesellschaft. Das Buch können Sie hier bestellen. Wir schicken es Ihnen ohne "Zeitverzug" !?! und ohne Porto- und Versandkosten. Sie können den Autoren auch direkt für Vorträge zum Thema erreichen unter Rainer.Jogschies[at]web.de
Lass´ mich nicht allein im Zoo heut´ nachtDie Tour zum Text, mit Roland T. Prakken (Songs)Sie sind seit Jahrzehnten befreundet und haben auch schon zusammen Musik gemacht: Roland T. Prakken und Rainer B. Jogschies. Im Nachttischbuch-Verlag haben sie das erste Mal seit langem wieder zusammengearbeitet: An dem Tourbuch Treulose Tomate ist nicht mein Gemüse, das unterhaltsam und ironisch die Schrecknisse schildert, wenn in Deutschland Musiker unterwegs sind. Roland Prakken liest daraus während seiner Konzerte landauf, landab vor. Das Buch können Sie hier bestellen. Und auch Rainer Jogschies ist mit seinen Texten zu den Leiden heutiger Autoren ("Der Buchmesser. Reloaded") oder dem Phänomen Stress bei notorischer Langeweile ("Die Non-Stop-Gesellschaft") seit Jahren viel unterwegs zu Lesungen und Vorträgen. Veranstalter fragten, ob man nicht etwas Gemeinsames auf die Bühne bringen könnte, mehr als schöne Musik und mehr als kritische Literatur. Das Programm LASS MICH NICHT ALLEIN IM ZOO HEUT NACHT kombiniert die neu geschriebenen deutschsprachigen Blues-, Folk- und Popsongs Prakkens mit ihrer wunderbaren Ironie und den ins Ohr gehenden Melodien mit kurzen Glossen, Geschichtchen und bissigen Kommentaren, die Rainer Jogschies zu Sprachfüllseln und Small-Talk-Verwahrlosungen geschrieben hat. Das Buch mit 50 solcher "Sagemüsse", die einfach jeder sagen "muss", erscheint im Frühj ahr 2011 im Nachttischbuch-Verlag (ISBN 978-3-937550-18-3). Das Buch können Sie hier vorbestellen. Zuletzt fand eine Lesung mit Konzert (oder das Konzert mit Lesung) in Hamburg statt, am 25. März 2011. Näheres zur Veranstaltung der Kulturwerkstatt-Harburg erfahren Sie hier. Als Klangprobe können Sie sich dem Song "Katzengold" anhören. Es ist das Titellied zu "Treulose Tomate ist nicht mein Gemüse!" anhören. Dort finden Sie auch die ultimative Hamburg-Hymne: "Morgens auf der Reeperbahn um halb zehn": In der linken Spalte können Sie sich zudem die Vorab-Leseprobe "Gerne!" aus dem kommenden Buch "Bis hierhin" kostenfrei downloaden. Das Buch können Sie hier vorbestellen
Emotainment - Der "Fall Sebnitz" und die Lehren für den JournalismusWar der "Fall Sebnitz" eine einmalige Panne - oder hatte das journalistische Versagen System?Die Medienmeldungen von einem angeblichen Mord an dem "kleinen Joseph", den gleich fünfzig Skinheads verübt hatten sollen, führte im Dezember 2000/Januar 2001 zu einem einzigartigen Veröffentlichungswelle: Von der "Bild"-Zeitung bis zur vorgeblich alternativen "tageszeitung" wurde journalistische Grundregeln außer Acht gelassen. Es war eine billige Kampagne um vermeintliche Aktualität und Auflagenhöhen, die mit einer Emotionalisierung der Leser statt deren Information geführt wurde. Das Buch "Emotainment - Journalismus am Scheideweg" untersuchte die Ereignisse noch im selben Jahr. Diese detaillierte Analyse des Politikwissenschaftlers Rainer Jogschies war rasch ausverkauft. Zehn Jahre danach ist jedoch inzwischen verfestigt, was seinerzeit nur Ansatzpunkt einer methodischen Kritik war: Unterhaltung, Stimmungsmache und Kampagnen sind mehr denn je Mittel der Medien geworden. Daher wurde die seinerzeitige Fallstudie aktualisiert und wird nun vom Autor neu veröffentlicht. Rainer B. Jogschies ist Journalist und schrieb für TWEN, den stern, den Spiegel und andere. Das Buch können Sie hier vorbestellen. Es wird nach Druck sofort an Sie versandkostenfrei ausgeliefert. |
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