Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?

Von einem, der auszog, sich vor Krieg zu schützen

 

Zweimal wurde das Buch bereits veröffentlicht: 1985 und 1988. Der STERN war irritiert, was der Reporter Rainer Jogschies zum Zivilschutz in der Bundesrepublik herausgefunden hatte: Zwar wurden Milliardenbeträge verbuddelt, um einem kleinen Teil der Bevölkerung das Überleben in einem Atomkrieg zu sichern. Aber die Verantwortlichen glaubten selber nicht an das, was sie taten.

Der renommierte Psychoanalytiker Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter war ebenso perplex: Er hatte zunächst für eine "makabre Satire" gehalten, was der Autor da recherchiert und dokumentiert hatte.

 

 

Autor Rainer B. Jogschies: Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?, Hamburg 1985 (Ernst-Kabel-Verlag), Wiederveröffentlichung im Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2010, zu beziehen unter www.shop.nachttischbuch.de

Erstausgabe, 1985

Es begann mit der Angst ...

Und mit der "NATO-Nachrüstung", die Helmut Schmidt und Helmut Kohl exekutierten

Wohin, wenn ein Krieg ausbricht? Wohin nur, wenn ein AKW brennt? Wohin schicken uns bundesdeutsche Politiker bloß?

Der Journalist Rainer B. Jogschies hat 1985 sorgsam nachgefragt. Das Protokoll seiner Recherche ist leider längst nicht veraltet. Alles blieb so, wie es war - nichts wurde besser. Mit Schrecken stellte der Reporter fest, dass zwar der Kalte Krieg vorbei ist, aber die kalten Krieger in der bundesdeutschen Politik bis heute kein einziges der Sonder- und Sicherstellungsgesetze geändert haben, die aus unserer Demokratie eine "Notstands"-Diktatur machen.

Die Zivilschutzgesetze, vorgeblich zum Schutz der Bevölkerung nach und nach verabschiedet, machen aus dem Bürger einen "Soldaten ohne Uniform".

 

Autor Rainer B. Jogschies: Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?, Hamburg 1985 (Ernst-Kabel-Verlag), Wiederveröffentlichung im Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2010, zu beziehen unter www.shop.nachttischbuch.de

Folgeausgabe, 1988

Das Ende des Kalten Krieges ist nicht das Ende der Angst

Die Neuauflage eines Bestsellers, sogar nach 25 Jahren


Die Geschichte klinge kafkaesk, meinte ein Rezensent beim Ersterscheinen des Buches 1984. Ein anderer verschluckte sich am Lachen. Der STERN war begeistert: Noch keiner habe so beharrlich nachgefragt.


Dabei hatte der Hamburger Journalist Rainer Jogschies auf dem Höhepunkt der NATO-Nachrüstungsdebatte 1984 lediglich von einer aussichtslosen Suche berichtet: Wie würden Bürger geschützt, wenn Krieg oder Katastrophen wie Tschernobyl sie überkämen?

 

Er ging artig zu Behörden, Politikern und Zivilschützern - die Antworten waren nicht nur ernüchternd, sondern teils absurd - meist aber nur zynisch: Zwar wurde (und wird) der Krieg sorgsam geplant, doch für den "Schutz" der Menschen gab und gibt es nur Vorbereitungen, die sie sogar entmenschlichen würden.

 

Rainer Jogschies schilderte anschaulich und mit spöttischem Sinn für Situationskomik, wie in der Bundesrepublik der Bundesrepublik der Irrsinn eines angeblichen "Zivilschutzes" systematisch "verwaltet". Auch 25 Jahre nach der Erstveröffentlichung hat sich an der Situation nichts geändert.

 

Es wird, wie in der Corona-Pandämie 2020, nur noch weniger darüber geredet.

 

Aus diesem Anlass hat sich der Nachttischbuch-Verlag zu einer Wiederveröffentlichung der im Internet viel und teuer gehandelten Reportage entschlossen, die dann seit August 2010 wieder im Buchhandel oder online porto- und versandkostenfrei ins Haus oder unter die Erde geliefert wird.

 

 

 

Ausriss aus dem STERN 4/1985 mit einem Foto von Franklin Hollander (Copyright: Nachttischbuch-Verlag, Berlin 2010; Bildrechte unter: info@hollander-photo.de)

Der STERN über Jogschies´ Bunker-Recherche, 1985

Das Ende des Kalten Krieges ist nicht das Ende der Angst

Neuauflage des Bestsellers nach 25 Jahren

Hamsterkäufe?

 

Klopapier statt Bücher? Wie ernst ist die "aktuelle Rede" vom Bevölkerungsschutz?

Ist es schon wieder - oder immer noch - an der Zeit, über Hamstern und Einbunkern zu reden? Ist ein Virus so schlimm wie eine Atombombe oder -kraftwerksexplosion?

 

Jedenfalls hatte die "weltoffene" Hansestadt  Hamburg 2015 Kriegsflüchtlinge aus Syrien mit abgelagerten Feldbetten empfangen, die aus den großen Atom-"Schutzräumen" der Hansestadt vom "Technischen Hilfswerk" geholt wurden.


Wie ernst reden wir über den "Ernstfall" Krieg oder den "zivilen" Ernstfall , wenn uns bloß wichtig ist, dass Flüchtlinge sich nicht mehr weiterbewegen (Residenzpflicht) und ordentlich Deutsch lernen, während sie auf die Gnade ihrer "Anerkennung" durch verschlafene Ämter warten? Und nun dürfen sich nicht mal "die Deutschen" fortbewegen und sollen, laut Kanzlerin Merkel, Vorräte anlgegen wie üblich.

 


Aktuelle Wiederveröffentlichung

Nachttischbuch-Verlag/Berlin 2010
232 Seiten zu 19,80 Euro
ISBN-10: 3-937550-19-4
ISBN-13: 978-3-937550-19-0


Erstveröffentlichung (vergriffen): Kabel-Verlag/Hamburg 1985,
250 Seiten, ISBN 3-921909-04-X
Neuveröffentlichung
(vergriffen): Ullstein/Berlin 1988,
250 Seiten, ISBN 3-548-34443-7

Wiederveröffentlichung

Sie können das Buch nicht nur jederzeit bei Ihrem örtlichen Händler bestellen oder im Antiquariat suchen, sondern auch bequem noch aus Ihren eigenen vier Wänden und online bestellen. Es ist leider immer noch aktuell: Wo, bitte, geht´s zu meinem Bunker?

Unser Vertriebspartner Books on Demand  druckt Ihnen sogar ein eigenes Exemplar und sendet Ihnen das Buch versandkosten- und portofrei zu.
 

Ebenso problemlos erhalten Sie das Buch natürlich auch im örtlichen Handel. Der libri-Vertrieb liefert oft schon am nächsten Tag.

 

 

So urteilten die TAZ, der STERN und Professor H.-E. Richter seinerzeit über das Bunker-Buch ...

Lesen Sie allererste Kritiken

Richter.pdf

Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter las das Buch 1985 bereits vor seiner Veröffentlichung und schrieb ein begeistertes Nachwort zur Erstveröffentlichung
pdf, 613.6K, 02/27/20, 52113 downloads

stern.pdf

Der STERN lobte wenig später die Arbeit des Journalisten Jogschies und war verdutzt über die Rechercheergebnisse ... (siehe Ausriss oberhalb)
pdf, 370.3K, 02/27/20, 66943 downloads

KuMi30_1985.pdf

Der Hamburger Kulturreferent Armin H. Fuchs las, was in seiner Behörde und seiner Stadt in Sachen Bunkerverschönerung los war und besprach den Reportageband begeistert in den KULTURPOLITISCHEN MITTEILUNGEN (Nr. 30/1985)
pdf, 343.2K, 02/27/20, 39534 downloads

taz_2010.pdf

Die TAZ interviewte den Autoren Rainer Jogschies, als der nach 25 Jahren wieder aus dem Bunkerbuch las, in einem Weltkriegsbunker am Hamburger Hauptbahnhof.
pdf, 20.9K, 02/27/20, 51496 downloads

So urteilte die "Schattenwelt" über das erweiterte Bunker-Buch ...

Lesen Sie weitere Kritiken

Schattenwelt.pdf

Dietmar Arnold, Vorsitzender der Berliner Unterwelten e.V., schrieb in dem Mitgliedermagazin "Schattenwelt" (Ausgabe 04/2010, Berlin 2011) des Vereins "Edition Berliner Unterwelten".
pdf, 572.9K, 02/27/20, 35829 downloads

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