Was schon lange nicht mehr im Hörfunk gedudelt wurde, muss wohl irgendwie unerhört sein

Die Reihe KLEINE KRAUTOLOGIE veröffentlicht Beiträge zur "deutschen" Pop-Musik ...

 

Einige Themen sind scheinbar zeitlos geworden. Beispielsweise "Pop-Kultur". Da purzeln die Zeiten und Formen geradezu durcheinander. Alles scheint irgendwie mit allem zu tun zu haben - und damit mit nichts.


Doch viele Entwicklungen sind ernster als sie in ulkigen Typisierungen wie "Generation Golf" oder "No Future"-Szene oder "Fridays for Future" aufgerufen und eingedost werden. Welche Geschichte und welche Perspektive haben sie? Müssen sie wissenschaftlich oder publizistisch überhaupt eingeordnet werden - oder sind sie bloß ein "Erziehungsproblem" von ratlosen Alten gegenüber besser-wisserischen "Jungen"?

 

Der Nachttischbuch-Verlag wird sich in loser Folge Betrachtungen und Beschreibungen der bundesdeutschen Pop-Szenerie, insbesondere der Siebzigerjahre, ins Programm aufnehmen und sie als Diskussionsmaterial vorstellen, egal, ob es sich um Analysen, Essays, Erfahrungsberichte, Erinnerungen oder Romane handelt.

 

Die "Kleine Krautologie" ergänzt die medienkritische Reihe "Hermes´ Wege" des Nachttischbuch-Verlags um die "deutsche" Pop-Kultur, teils sogar mit Mitteln des #Pop-Journalismus.

Wenn Sie Vorschläge für eine Veröffentlichung haben, wenden Sie sich bitte per Mail an uns: info[at]nachttischbuch[dot]de ...

 

Bequem bestellen können Sie im beim unserem Vertrieb BoD rund um die Uhr (und ohne Verpackungs- und Portokosten). Schneller geht es bei anderen auch nicht. Das jeweilige Buch kommt, falls Sie in keine Buchhandlung bei sich um die Ecke gehen mögen, zu Ihnen in die Wohnung.

 

 

Reihe KLEINE KRAUTOLOGIE, Bd. 1, Nachttischbuch-Verlag, Hamburg 2021

War das Gegen-Kultur? Open-Air in den Siebzigern

Reihe KLEINE KRAUTOLOGIE, Bd. 1, Nachttischbuch-Verlag, Hamburg 2021

Was war Gegen-Kultur?

Pop-Kultur zwischen Ignoranz und Ideologie

Band 1 der Reihe KLEINE KRAUTOLOGIE_ "Einige Erinnerungen an eine vergangene Zukunft, Harburg, Joachim und Horst""

 

Waren die Siebziger das Jahrzehnt der "Gegen-Kultur"? Einer ihrer Protagonisten, der spätere Pop-Journalist Rainer Jogschies (Bild, oben rechts), erinnert sich an die Umstände, unter denen dies unzutreffende Image geprägt wurde.

 

Da war so manches ohne jedes Taktgefühl bereits "abgerockt". Eine ebenso komisch-tragische, wie persönlich-politische Bilanz der besonderen deutschen "Sub-Kultur".


Ab Beginn der Siebzigerjahre erlebte der damals sechzehnjährige Rainer Jogschies das Entstehen einer "deutschen Popkultur" aus erster Hand: Er gründete mehrere Bands und später eine "Musikerinitiative".

 

Der Norddeutsche Rundfunk berichtete über ihn in der damals beliebten Sendereihe Sympathy for the Devil.

 

Doch was geschah damals wirklich? Wogegen war die "Gegen-Kultur"?

 

Nach inzwischen fünf Jahrzehnten mit immer kurioseren "Generationen"-Namen, sieht der frühewre Pop-Journalist Rainer Jogschies mit 66 Jahren nicht so sehr die allenthalben feststellbare "Professionalisierung" der Szenen oder eine Normalisierung (von der "Subkultur" zum Mainstream) als abgeschlossen an, sondern glaubt die  Gegenkultur gerade erst in ihren Anfängen.

 

Der Autor initiierte und leitete die Pop-Dekadentagungen von 1979 bis 2019, mit denen er deren Entwicklung in bilanzierenden Tagungen und unterschiedlichsten Perspektiven begleitete.

 

Oder steht am Ende der Entwicklung die Musealisierung? Dazu tagten Experten im September 2019; einige Antworten sind in einer Dokumentation zur Fünften Pop-Dekadentagung nachzulesen.

 

Dies bunte Spiel mit Quellen und Diskursen eröffnet zudem ungewohnte Blicke auch auf das Politikgeschehen in der Bundesrepublik.

 

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2021
Rainer B. Jogschies: Einige Erinnerungen an eine vergangene Zukunft, Harburg, Joachim und Horst

Nachttischbuch-Verlag, Erstausgabe, Hamburg
328 Seiten zu 25,99 Euro
ISBN-13: 978-3-937550-32-9
Reihe KLEINE KRAUTOLOGIE, Bd. 2, Nachttischbuch-Verlag, Hamburg 2021

Guttenberg goes Purple

Guttenberg und Deep Purple: Zwischen Ignoranz und Identitätsproblemen

Band 2 der Reihe KLEINE KRAUTOLOGIE _ "Guttenberg goes Purple. "Zapfenstreich" des Bundesverteidigungsministers am 11. März 2011 sowie andere Vereinnahmungen der "Pop-Geschichte""

Was geschah da am 11. März 2011? Der Verteidigungsminister zu Guttenberg verabschiedete sich von seinem Amt mit einem Zapfenstreich und harter Rockmusik, samt einem Deep Purple-Song.

Wieso bloß? Die Zeitungen waren seinerzeit voll der Deutungen. Es war wohl seine Jugend, die ihn den Pop-Song "Smoke on the Water" ausgerechnet für einen Soldatenaufmarsch aussuchen ließ. Er lasse es nun " noch einmal krachen"!

 

War das eine Erkläörung oder eine Begründung, die vier nationale Fernsehsender und die meinungsbildenden Zeitungen der Bundesrepublik verbreiteten? Einige Kommentatoren schwangen sich auf, von einer Parabel zu reden.

 

Sie hatten ebenso wenig Ahnung vom Zitieren wie der Graf zu Guttenberg, der sein Amt wegen seiner zusammengekleisterten Doktorarbeit nach langem Zaudern und Leugnen aufgeben musste.

 

Rainer Jogschies war viele Jahre lang Pop-Journalist und leitete seit 1979 fünf "Dekadentagungen" zur "Gegen-Kultur". Seine amüsante Abrechnung mit dem Amtsträger zu Guttenberg, der auch noch Pop-Musik falsch zitierte, spiegelt das Unvermögen bundesrepublikanischer Politiker, mit Pop-Kultur und deren Integrität umzugehen. Die Vereinnahmungen häufen sich inzwischen, erzeugen aber wenig Verständnis für die "deutsche" Pop-Kultur.

 

Der Essay zu den verpassten Diskursen um Popularität und Absturz, um Anpassung oder Absturz erscheint als zweiter Band der Beiträge zur Pop-Kultur mit dem Reihen-Titel Kleine Krautologie.

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2021
Rainer B. Jogschies: Guttenberg goes Purple.
"Zapfenstreich" des Bundesverteidigungsministers am 11. März 2011 sowie andere Vereinnahmungen der "Pop-Geschichte"
Nachttischbuch-Verlag,Hamburg
132 Seiten, DM 12,99
ISBN: 978-3-937550-33-6

 

 

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