|
2026/09/26
Näheres zu Autor*Innen auf Wikipedia
Wenn Sie auf einen der folgenden Namen doppelklicken, finden Sie bei Wikipedia weitere Informationen zu der Autorin und den Autoren, die im Nachttischbuch-Verlag veröffentlichten:
|
Was, bitte, liegt auf Ihrem Nachttisch?
Seit 2004 veröffentlichte der Nachttischbuch-Verlag - ohne viel Geld, aber mit guter Laune und viel Mut - über 33 Buch-Titel (als Soft- oder Hard-Cover oder als e-Books, im In- und Ausland).
Lohnte das? Auf jeden Fall.
Nur finanziell kaum. Aber es entstanden Sach-Bücher, Gedichtbände, Romane sowie überarbeitete Neu-Auflagen - die bei anderen Verlagen vermutlich nicht auf genügend pekuniäre Neigung gestoßen wären.
Am 22. März 2021 starb die Verlags-Mitgründerin Antje Hadler. Sie war der gute Geist und die stete Inspiration des Verlages. Und gab von ihrem Professorinnen-Gehalt (und insoweit wenig wachsenden Ersparnissen) oftmals Geld, zumal wenn ein Buch-"Projekt" schon an der ersten Finanzierung für Layout oder absehbare Druckkosten zu Scheitern drohte.
Zwei Jahre nach ihr, im selben Monat, starb der Pop-Poet Christoph Heemann. Fünf Gedichtbände konnte der hauptberufliche Mitarbeiter eines Integrationsprojektes am Bodensee im Nachttischbuch-Verlag seit 2009 immerhin veröffentlichen - in seinem zweiten Leben als Autor "Paul Heinrich". Viele weitere hatte er sorgsam geplant. Wir telefonierten oft. Er schickte Exposés. Es fehlte indes jedes Mal das nötige "Startkapital". Das war "uns" erstmal egal. Wir wagten was.
Im November 2024 wurde der Verlags-Mitgründer und Lektor Rainer Jogschies schon Siebzig, hoppla, the times - they are a changin´. Zeit für die Rente, für den Rückzug? Aber wer soll denn das bezahlen? Der Mann wird ja nicht jünger oder reicher. Allerdings hat er als jahrzehntelanger Freiberufler auch nix von einer CDU-"Aufstocker-Rente", die ohnehin nur für ehemalig bräsige Angestellte und keine erprobten "Freiberufler" da ist.
Durch diese traurigen Lebens- und Gesellschafts-Umstände - und leider eben auch aus den angedeuteten profanen finanziellen Gründen - war 2025 ein leider ziemlich grundsätzliches Überdenken der bisherigen Verlags-"Linie" für dessen "Zukunft" unumgänglich. Scheiß "Realismus"! Welche Partei hat eigentlich eine seriöse "Kulturpolitik"? Bitte um sach-dienliche Hinweise!
Fünf wundervolle Autoren gingen - teils schweren Herzens und nach zwanzig Jahren - von Bord, aber hoffentlich nicht unter:
Wir bedauern sehr, dass "wir" den - vor Jahrzehnten mit Erstveröffentlichungen und überfälligen Reprints begonnenen - gemeinsamen Weg nicht "Weiter so!" fortsetzen konnten.
Doch diese fünf Autorinnen und Autoren begleiten "uns" und damit Sie - sowohl in der öffentlichen Erinnerung als auch durch ihre veröffentlichten Werke - weiterhin (in alphabetischer "Ordnung"):
Zehn Bücher sind (ab Ende 2024 und bis irgendwann ein Nachlassgericht zuschlägt) - also nach wie vor und wie immer - im Buchhandel und somit europaweit erhältlich. Durch diese schmerzlichen Einschränkungen konnten wir zunächst mal enorme Kosten senken - wenn auch leider ohne einige ehemalige tolle Nachttischbuch-Titel, die aber weder online (noch in merkwürdigen "Book-Stores") seit langem kaum mehr aufmerksame Leser fanden. Warum denn bloß? So teuer war ein Kauf doch nicht. Viele Handy-Flatrates sind weitaus teurer...
Naja. Wir jedenfalls "sparten" schlicht durch Aufkündigung von eher seltenen Verkaufsmöglichkeiten in Australien, der Schweiz oder Großbritannien (früher Europa). Oder für die ebenfalls kaum genutzten, "internationalen" e-Books-Ausgaben. So wird zumindest wohl nicht mehr von "Künstlicher Intelligenz" in idiotischen elektronischen "Trainings"-Verfahren geräubert, was mal natürlich und intelligent war. Wozu noch lesen, wenn ein "Programm" irgendwas, das es nicht versteht, zusammenstoppelt?
Somit ist der Verlag also so gut wie "offline", aber dadurch keineswegs "alt-modisch".
Die nunmehr aus dem Programm gestrichenen Bücher sind allerdings in Antiquariaten oder in Staatsbibliotheken (z.B. in Hamburg, Frankfurt und Leipzig) durchaus noch für Sie verfügbar. Es gibt ja noch die "Abgabepflicht" für Verlage - und zumindest die hypothetische Chance für Leser, sich kostenfrei ein Exemplar "auszuleihen" (was Autorinnen oder Autoren beim Überleben nicht so sehr hilft).
So stark ist das "Dichter- und Denker-Land" Deutschland (so "resilient" heißt das heute, auch wenn dies nach Zahnwurzelbehandlung klingt!). Immerhin verdienen zahlreiche Online-Anbieter nach wie vor am Verkauf "gebrauchter" Bücher aus unserem Nachttischbuch-Programm - ebenfalls ohne den Verlag daran ein wenig zu "beteiligen" - was allerdings eine Frage des seit langem verlorenen Anstands wäre.
Da aber die Gedichte von Christoph Heemann und der Roman Salzflut von Nikola Anne Mehlhorn auf den Nachttischbuch-Webseiten bereits teils zehntausende Male "aufgerufen" wurden, sind deren kostbare Arbeiten nunmehr als kostenfreie PDF für weitere Zehntausende hoffentlich lange noch zu entdecken. Eine irre, aber leider konsequente und irgendwie auch hübsch trotzige Idee.
Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass uns und Ihnen dieser Lesegenuss nicht verloren ging!
Dies sind die derzeitigen Autor*innen:Über 35 Jahre "Einheit" hinter uns - vor uns weitere "Spaltung"?Der "Nationalfeiertag" 3. Oktober wird stetig schaler
Die kommende "Einheit", das wurde den "Neubürgern" im Oktober 1990 im Fernsehen immer wieder versprochen, würde "blühende Landschaften" bringen. Wer war da noch gleich Kanzler? Kritische Berichte gab es wenige.
Es war schon seinerzeit weit mehr als nur eine detaillierte Medien-Kritik. Es liest sich nun 35 Jahre nach der "deutschen Einheit", als sei es gerade erst geschrieben - bloß mit verändertem Personal. Während beispielsweise CDU/CSU seinerzeit vehement für ein Verbot der PDS auftrat, sind die "Christen" heute zögerlich, die AfD ebenso anzugehen. Während zuvor die"Einheit" in jeder Festrede beschworen wurde, ist heute landläufig von der "Spaltung der Gesellschaft die Rede". Wieso bloß?
Vielleicht muss man seinerzeit "dabei" gewesen sein? Oder es heute nachlesen, um mit diesem kleinen Abstand das Alltagsgewusel zu lichten. Deshalb stellt der Nachttischbuch-Verlag das Originalmanuskript als kostenloses PDF zur Verfügung. Bitte empfehlen Sie diesen "Briefe-Bericht" (an seinerzeit nach Italien Ausgewanderte) weiter...
Im Bett ...Ein Hinweis von Kurt Tucholsky"Im Bett soll man nur leichte und unterhaltsame Lektüre zu sich nehmen sowie spannende und beruhigende, ferner ganz schwere, wissenschaftliche und frivole sowie mittelschwere und jede sonstige, andere Arten aber nicht."
|