Und was, bitte, liegt denn auf Ihrem Nachttisch?

Hier erfahren Sie, was Sie woanders nicht lesen können...

 

 

HIER STELLT SICH IHNEN EIN VERGLEICHSWEISE "NEUER" VERLAG VOR - mit  26 Buchtiteln in anderthalb Jahrzehnten: Büchern, die als Projekte bei anderen Verlagen vermutlich nicht auf genügend Zuneigung gestoßen wären.

 

 

Wir stellen Ihnen diese Autorinnen und Autoren hingegen gerne vor, geben Ihnen sogar kostenlose Leseproben, zusätzliches Material und meist etwas aus den Büchern zu hören.

 

 

Das sind die bisherigen Autor*innen im kleinen Überblick:

Die ehemalige Nachttischbuch-Verlgerin Antje Hadler ist tot. Im Nachttischbuch-Verlag erschienen einige ihrer Essays.

Verlegerin Hadler, Autoren Jogschies und Hasenfuß bei einer Lesung

Die Verlegerin Antje Hadler ist gestorben


Sie gab 2003 den entscheidenden Impuls zur Gründung des Nachttischbuch-Verlags – und, großherzig wie immer, auch noch das notwendige Startkapital für ein Büro in Berlin und digitale Technik.

 

Antje Hadler war zwar bedacht in all ihren Entscheidungen, dann aber leidenschaftlich in der Umsetzung. Sie las sorgsam eingesandte Manuskripte, lektorierte und steuerte hier und da Illustrationen bei oder, wenn es sein musste, das gesamte Layout eines Buches oder einer Webseite. Denn seit den Achtzigerjahren hatte die Tochter eines Graphikers nebenberuflich für Rowohlt, Eichborn und Zeitungsverlage Cartoons gezeichnet.


Ihr Beruf als Diplom-Psychologin, zunächst in einer Klinik und einer psycho-therapeutischen Arztpraxis, und später als promovierte Volks- und Betriebwirtin in der Forschung und Lehre an der Bundeswehruniversität Hamburg, war ihr jedoch stets wichtiger.


1995 wechselte sie als Professorin für Organisationspsychologie an die Hochschule des Bundes nach Berlin. Mit der schmuddeligen Stadt, ihren Bewohner und den Kolleg*innen wurde die Hamburgerin nie richtig warm. Es war ihr fachlich zu seicht und vergeblich, methodisch zu unterbelichtet und im Stil jenseits, wie das meiste in der blasierten, zutiefst unfähigen „Hauptstadt“.


Sie trug sich nach 25 Dienstjahren mit dem Gedanken, aus der Lehre, die zunehmend von anmaßenden Laien aus der Verwaltung zur Bachelorisierung auf unterstem Niveau verflacht wurde, auszusteigen.

 

Den Verlag hatte sie da längst hinter sich gelassen, aber gleichwohl Autoren wie den legendären Christoph Buggert ins Programm geholt, mit Vergnügen und ihrem Geschmack.

 

Antje Hadler wollte sich fortan "wieder mehr engagieren" – anders und doch wie gewohnt, so wie in den Siebzigerjahren: damals beispielsweise in einer Bürgerinitiative gegen eine Stadtautobahn durch Hamburg-Harburg, gegen die sozialdemokratische, "wirtschaftsliberale" Zerstörung der Elbdörfer Altenwerder und Moorburg mit Elbschlick und Containern, stattdessen vielleicht wieder mit einer Lebensmittelkooperative "anders leben" gestalten, die regionale Nahrungssicherheit ökologisch formen helfen... Da halfen inzwischen keine grünen Karrieristen ohne Bildung, aber mit Geltungssucht (wie die in all den übrigen Parteien).


Ihr Blick fiel dann aber auf die Ein-Dollar-Brille, deren internationales Engagement sie beeindruckte. Sie spendete, wollte aber zudem praktisch und organisatorisch mithelfen, anderen Menschen das Sehen der Welt zu erleichtern. Und sei es, um besser Lesen zu können...

 

Doch mehrere Erkrankungen und Behandlungen brachten sie nach und nach von diesem gewünschten Weg, selber mit anzupacken, ab. Schließlich kam 2019 die Diagnose Krebs dazu.


Zwei lange Jahre hat sich Antje Hadler mit all ihrer schwindenden Kraft gemüht, in ihr Leben vor der Diagnose zurückzufinden. Sie erlag unter Schmerzen und hunderten Nadelstichen  den ärztlichen Routinen bis hin zur planmäßigen Ignoranz. Und einem Krankensystem, das "marktwirtschaftlich" auf "Fall-Pauschalen" setzt und damit Krankheit und Tod als lohnend für Investoren fördert, aber Sorgfalt und Forschung offenbar verkümmern lässt, von der Würde des Menschen ganz zu schweigen.

 

Antje Hadler starb am 22. März 2021 plötzlich in einem evangelischen Hospiz, obwohl noch eine weitere Chemo-Therapie vorbereitet worden war - nachdem eine katholische Palliativstation ihr leidendes Leben wochenlang zu einer Hölle gemacht hatte.

 

Sie hätte ein Buch darüber geschrieben: In "ihrem" Verlag, der nach ihrem Willen stets den Mut haben sollte, unpopuläre Themen zu veröffentlichen.

 

Anfang Mai 2021 erscheinen daher kurzfristig zwei Titel, die das einstige Tabu- bzw. das überraschende Mode-Thema Hospiz und menschenwürdiger Tod allerdings provokativ statt faselnd aufgreifen.

 

Antje Hadler, die sich vor Beerdigungsritualen stets wie vor anderer Reglementierungswut gefürchtet hatte, wurde erst am 7. April 2021 beerdigt - weil die Berliner Verwaltung "wegen Corona" auf manchen Friedhöfen nur an einem Vormittag pro Woche Bestattungen gestattet - wohl, um diese bekannten Infektions-Hotspots, die Pandemie-Treiber, zu beruhigen, während Friseure und Shopping experimentell "geöffnet" wurden, damit ja kein Branchensterben einsetze.

 

Im Nachttischbuch-Verlag erschien der Essay von Rainer Jogschies zur "Musiker-Initiativen-Bewegung der Siebzigerjahre (Reihe "Kleine Krautologie", Bd. 1, Nachttischbuch-Verlag)

Waren wir Gegen-Kultur?

"Sympathy for the Devil" vor fünfzig Jahren

Kult und Quatsch einer Fernseh-Serie...

Waren die Siebziger wirklich das Jahrzehnt der "Gegen-Kultur"? Einer ihrer Protagonisten, der spätere Pop-Journalist Rainer Jogschies, erinnert sich an die Umstände, unter denen dies unzutreffende Image geprägt wurde.

 

Da war so Manches ohne jedes Taktgefühl bereits "abgerockt". Eine ebenso komisch-tragische, wie persönlich-politische Bilanz der besonderen deutschen "Sub-Kultur".


Ab Beginn der Siebzigerjahre erlebte der damals sechzehnjährige Rainer Jogschies das Entstehen einer "deutschen Popkultur" aus erster Hand: Er gründete mehrere Bands und später eine "Musikerinitiative". Der Norddeutsche Rundfunk berichtete über ihn in der damals beliebten Sendereihe Sympathy for the Devil.

 

Doch was geschah damals wirklich? Wogegen war die "Gegen-Kultur"?

 

Der Essayband Einige Erinnerungen an eine vergangene Zukunft, Harburg, Joachim und Horst illustriert mit vielen sehr persönlichen Erinnerungen eines Musiker-Initiativen-Protagonisten zugleich die tiefen Konflikte der "deutschen" Pop-Musik-Geschichte mit der unbewältigten Geschichte der Bundesrepublik.

 

 

Im Nachttischbuch-Verlag erschien der Essay von Rainer Jogschies zur Vewrabschiedung des Bundesverteidungsminister zu Guttenberg am 11. März 2011 (Reihe "Kleine Krautologie", Bd. 2, Nachttischbuch-Verlag)

Guttenberg goes Purple

Guttenbergs Abschied als Bundesverteidigungsminister vor zehn Jahren

Ein Plagiator klaut beim Pop...

 

Was geschah eigentlich am 11. März 2011? Der Verteidigungsminister zu Guttenberg verabschiedete sich von seinem Amt mit einem Zapfenstreich und harter Rockmusik, samt einem Deep Purple-Song: "Smoke on the Water".

Wieso bloß? Die großen Zeitungen der Republik waren voll der Deutungen: Es war wohl seine Jugend - er ließ es eben "noch mal krachen"!

 

Aber "gekracht" hatte es an diesem Tag vor allem in Fukusihma. Von dieser Welt-Katastrophe war vergleichsweise weniger zu hören.


Rainer Jogschies war viele Jahre Pop-Journalist und leitete fünf "Dekadentagungen" zur "Gegen-Kultur". Seine amüsante Abrechnung mit einem Amtsträger, der auch noch Pop-Musik falsch zitiert, spiegelt über den Anlass hinaus das Unvermögen bundesrepublikanischer Politiker, mit Pop-Kultur und deren Integrität umzugehen. Die dreisten Vereinnahmungen häufen sich inzwischen, erzeugen aber wenig Verständnis. Sie vertiefen die jahrzehntealte Spaltung zwischen "Jugend" und einer "Parteipolitik"-Blase.

 

Der Essayband zum "Zapfenstreich" des Bundesverteidigungsministers am 11. März 2011 sowie anderen Vereinnahmungen der "Pop-Geschichte" umreisst mit vielen Details und Perspektiven die Notwendigkeit einer Debatte um die "politische" und die "Pop-Kultur" in der Bundesrepublik.

 

 

Sonderveröffentlichung

Gehört "deutsche" Pop-Musik ins Museum?

 

Mitunter ist es schwierig, für ein besonderes Thema den richtigen Veröffentlichungsweg zu finden, weil Fach-Verlage zwar ein Publikum finden, aber oft nicht rentabel wirtschaften können. Deshalb entschloss sich der Nachttischbuch-Verlag zu einer Sonderveröffentlichung: Gehört "deutsche" Pop-Musik ins Museum? Diese Frage wird so hoffentlich außerhalb der Expertenrunden Aufmerksamkeit finden.

 

Der Tagungsband zur Fünften Pop-Dekaden-Tagung dokumentiert die Debatte um eine "Musealisierung" der "deutschen" Pop-Musik.


Vierzig Teilnehmer aus unterschiedlichen Berufsfeldern wie Musik, Musikwissenschaft, Recht, Publizistik, Journalismus und Medienmanagement diskutierten im September 2019, wie sich die Szenerien seit dem "Krautrock" der Siebzigerjahre entwickelte und welches die Perspektiven sein könnten.

 

 

Im Nachttischbuch-Verlag erschien Klaus Paffrath der KANZLERBONUS (164 Seiten zu 16,80 Euro

Bundestagswahl 2021 - Gespaltene Gesellschaft?

Dreißig Jahre "Einheit" hinter uns - vor uns ein Jahr der Spaltung der Gesellschaft?

Die kommende Bundestagswahl wird ein reiner Krimi. Das wird uns im Fernsehen immer wieder versprochen. Wer wird bloß Kanzler? Bazooka-Olaf, Bierdeckel-Merz, Asyltouristen-Markus oder der lasche Armin mit der Kinn-Maske? Alternativen dazu gibt es anscheinend keine.

 

Die kommende "Einheit", das wurde uns im Oktober 1990  im Fernsehen immer wieder versprochen, würde "blühende Landschaften" bringen. Wer war noch gleich Kanzler? Der "Was-hinten-raus-kommt"-Kohl? Kritische Berichte gab es wenige.

Kann man da nur lachen? "Politkrimis" und Satiren zur "Großen Politik" gibt es seit Jahrzehnten etliche. Aber wer kann noch darüber lachen?

Vielleicht, wer erst zurück und dann nach vorne blickt? Selten hat jemand mit  viel detailliertem Insiderwissen und Ironie eine Geschichte erzählt, die spannend, glaubhaft und doch unglaublich ist: Der amüsante Roman KANZLERBONUS spielt mit Vorurteilen über die Parteienverdrossenheit und räumt doch mit  Gemeinplätzen spielerisch auf. Klaus Paffrath hat einen famosen Krimi über das Kanzleramt geschrieben, über "Wutbürger", "Besserwessis" und beste "Ossis" sowie die unheimliche Macht des Provinziellen und der Provinz, auch in der Hauptstadt. Eine fiktive Geschichte zwar, aber realistischer geht es in Berlin fast genau ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl kaum zu.

 

 

Im Nachttischbuch-Verlag erschien Die "Vier Wände" ist ein medien-kritisches Arbeitsbuch, das ein Original-Drehbuch und Essays zum Arbeiten mit archiv-Material dokumentiert.

3. Oktober 2020 - Ist Deutschland eine "vereinte" Gesellschaft?

Selten hat jemand so gezielt mit Steinen im Glashaus geworfen wie Rainer Jogschies und mit viel Ironie und Sarkasmus einen Plot erzählt, der amüsant, unglaubhaft und doch so unglaublich realistisch ist: Das Drehbuch zu dem wörtlichen Fernseh-Spiel Vier Wände (NDR, 1990) spielte mit Vorurteilen über die "Ossis" auf der Suche nach Bananen und Pornos und die "Parteienverdrossenheit" und den Überdruß im Westen. Aus Archiven wurden die "Fernsehbilder der Wende" als Material zusammengetragen, das aus heutiger Sicht eine andere Geschichte der Wiedervereinigung skizziert: Da gibt es die "Wutbürger" bereits im Westen, dort herrschte der kleine Hass in den eigenen, gehüteten vier Wänden.

Dreißig Jahre nach diesem (nur ein Mal gesendeten) Film dokumentiert das medien-kritisches Arbeitsbuch Vier Wände. Deutsche Einheit erstmals am 3. Oktober 2020 das Original-Drehbuch und Essays zu seinem Fernsehspiel "Vier Wände" das Original-Drehbuch und Essays sowie die Laudatio zur Verleihung des "Glashaus"-Medienpreises. Denn wiederholt wird in öffentlich-rechtlichen Anstalten alles - nur sowas nicht. Also kann man es nun nachlesen, wie die Medienpolitik von Parteipolitikern in den Anstalten zur jetzigen Situation führte...

 

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Die Trilogie Die Abschaffung des Unglücks ist soeben erschienen

Verunsicherung.jpg deutschkrank_ft.jpg Kopfstein.jpg
Bd. 1: Verunsicherung Bd. 2: deutschkrank Bd. 3: Kopfstein

Was ist Schicksal? Was ist selbst "verschuldet"? Was ist Glück? Dass nicht noch mehr Unglück geschieht?

 

Christoph Buggert verfolgte diese Fragen in seinen Manuskripten jahrelang. Er setzte Puzzlestücke zusammen, legte Stein an Stein wie beim Domino. So entstanden drei aufregende, aber keineswegs aufgeregte Romane, die Lebenswege und Abwege zeigen, wie es bislang sonst selten zu lesen war. "Wie ein offenes Buch", sagt eine gängige Redewendung - in Christoph Buggerts Trilogie DIE ABSCHAFFUNG DES UNGLÜCKS macht sie spürbar Sinn.


Der Leser scheint in Buggerts spannenden Romanen im Vorteil gegenüber denen, die darin suchen, wo sich Wege trennten und wie das Unglück seinen Lauf nahm. Wir lesen nebenher sogar, was die Handelnden gerade denken, wenn sie verweilen oder mit anderen reden, die sie genau so belügen wie sich selbst. Die inneren Monologe, die wir heimlich mitlesen können, machen uns allerdings nicht klüger als die, die sich darin verstrickt haben. Denn sie sind genau der Grund, weshalb sie immer wieder das Gespräch suchten.


Die Trilogie spiegelt die ratlosen Vereinbarungen zur und auf Zeit, all die Lebenslügen, Halb- und Unwahrheiten. Doch um welchen Preis? Mord, Selbstmord? Vergewaltigung und Hörigkeit? Erpressung oder Offenbaren?

 

Christoph Buggert erzählt schonungslos nüchtern. Aber seine schon aus früheren Büchern bekannte Ironie lässt das Lesen sogar von Ungeheuerlichkeiten zum Genuss werden...

 

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Hier finden Sie alle aktuellen Preise. Da eine Ladenpreisbindung besteht, die auch im Internet gilt, brauchen Sie nicht erst weiter auf die Suche nach "Sonderangeboten" zu gehen.
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Im Bett ...

Ein Hinweis von Kurt Tucholsky

"Im Bett soll man nur leichte und unterhaltsame Lektüre zu sich nehmen sowie spannende und beruhigende, ferner ganz schwere. wissenschaftliche und frivole sowie mittelschwere und jede sonstige, andere Arten aber nicht."
 
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