Jetzt können Sie endlich von Paul Heinrich lesen!

Leseproben aus der Trilogie "inne halten" und "tellerrandwärts" und "nach Tisch"

 

Gelegentlich erreichen uns wunderbare Manuskripte, die wir gern als Buch veröffentlichen würden. Aber da wir ein kleiner Verlag sind und wenn der Erfolg noch schwieriger als sonst abzuschätzen ist, müssen wir leider absagen. So war es zunächst auch mit einem Manuskript von Paul Heinrich.


Damit ist niemandem geholfen. Am wenigsten den Autorinnen und Autoren - aber auch nicht den Lesern, die solche interessanten Texte nicht so bald kennenlernen würden. Gleichwohl bitten wir um Nachsicht für unser Zögern.


Schließlich entstand doch noch der erste Gedichtband  "inne halten", den wir im Januar 2008 den Leser vorstellen konnten.


Im Januar 2009 veröffentlichten wir den Folgeband "tellerrandwärts", in dem Paul Heinrich auch aktuelle Zeitbezüge nicht scheut.


Im Januar 2010 schließlich erschien "nach Tisch", die konsequente Rundung der beiden vorangegangenen Gedichtbände. Paul Heinrich schreibt darin über Liebe und Verlassensein, über Hoffnungen und Irrwege.


Auf dieser Seite finden Sie kostenfreie Auszüge aus allen drei Büchern.


Bitte tun Sie uns einen Gefallen: Empfehlen Sie die Gedichte von Paul Heinrich weiter! Wir sind stolz, dass wir uns spät, aber nicht zu spät entschlossen haben ihn zu veröffentlichen.

 

Herz frühstückt Himmel

So war der Arbeitstitel der ersten Lektoratsprüfung

 

Den Nachttischbuch-Verlag erreichen viele interessante Buch-Ideen. Zu den Texten, die von Anfang an Aufmerksamkeit fanden, gehörte die Gedichtesammlung "Gegen Mittag" von Paul Heinrich. Sie bekam bald den Arbeitstitel "Herz frühstückt Himmel", der an eine Gedichtzeile angelehnt war. Zwei Lektoren prüften, fühlten sich mal an Charles Bukowski erinnert, mal an die Pop-Prosa eines Heiner Puldelko.


Doch schließlich entschied sich der Verlag gegen eine Veröffentlichung, aus finanziellen Gründen: Gedichtbände sind ein hohes Risiko. Anderseits sind sie ein großer Gewinn für Leser. Deshalb stellte der Nachttischbuch-Verlag auf seinen Service-Seiten einige bisher unveröffentlichte Gedichte vor - "Ohne Druck" hieß die im Herbst 2007 neu eingerichtete Rubrik.


Schon bald war das Echo auf diese Leseproben groß. Es gab Lob und die Nachfrage, ob sich der Verlag denn nicht doch gerade so einen Lyrikband leisten müsse ...


Der Nachttischbuch-Verlag gab dem Druck nach - und druckte. Hier können Sie einige der wunderbaren Gedichte von Paul Heinrich nachlesen, auf dieser Seite und in den vier angefügten (für Sie kostenfreien) PDFs "Danke für die Jahre überm Blumenladen" und "Unbewaffnet erkläre ich den Krieg" (aus "inne halten"), "Sitzen in der Zeit" (aus "tellerrandwärts") und "Tisch" (aus "nach Tisch") . Inzwischen ist nach drei Jahren die Gewissheit groß, dass Paul Heinrich auch in den kommenden Jahren uns mit seinem feinnervigen Gedichten anregen wird.


Bestellen können Sie alle drei Buch-Titel am besten, weil am schnellsten und portofrei, über den Nachttischbuch-Onlineshop (natürlich auch alle anderen Bücher mit dem Button links oben auf jeder Seite).


Wer den Autoren erreichen möchte, kann ihm direkt mailen: GegenMittag@aol.com.

 

 

Paul Heinrich schreibt im Vorwort zu "inne halten" unter anderem:

 
Vorwort und Erinnerung an die Freunde (In Liebe und Abscheu.)

Gegen Mittag. Nicht ganz. Denn es ist bereits vier Uhr am Nachmittag.
Gegen Mittag scheint eine vage Zeitangabe. Nicht geeignet als Ortsbestimmung. Und als Titel eine passende Altlast. Diese Altlast trug ich einundzwanzig Jahre durch die Republik.
Ursprünglich nur ein Gedicht.
Doch wer zahlt heute schon für ein Gedicht?
...

 

 

Das Titel-Gedicht in Paul Heinrichs erstem Band:


inne halten


manchmal wird es nötig
am Morgen die Fenster auf zu reißen
die Welt für ein paar Wochen da stehen zu lassen
soll sie es sich doch selbst machen
ich habe es nicht nötig jemanden auf zu schlitzen
nur manchmal ist es eben nötig
aus dem Fenster zu springen
und alles Greifbare mit zu reißen


Ein Gedicht aus Paul Heinrichs zweitem Band:

 
Schwimmen ohne Wellen


Menschen verdorren nicht mehr am Wegesrand
sie gehen wimmernd in Flammen auf
und vom Mittelstreifen siehst Du nichts
für endlose Meilen
bis ein weiterer Kontinent Dich ins Meer verabschiedet

 


Das erste Gedicht in Paul Heinrichs drittem Band:


was ich den Sternen mitbringen werde



ich mal´ mir ein Bild
von dir hinter die Stirn
das schön genug
die ungewaschenen Füße
die nicht gelesenen Worte
die unbesehenen Blicke
und den Unfug des Tages
zu überdauern
und das meine Stirn
bei sich trägt
und später auch mit sich fort


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