Oleanderplatz, Suburbia

Zurück in die Vor-Städte - das Drama der Gegenaufklärung

 

Partnertausch bloß aus Vergesslichkeit? Sonntägliche Hinrichtungsspiele? Haupstache Kinderphilosophen erklären die Welt. Warum denn keine Eheschließung auf Basis eines Tarifvertrags?


Die Sprache sucht sich neue Wörter. Und Redeweisen. Das ist der Alltag in den Vorstädten und den Tastaturen. Das Leben ist schön. Dicht unter der Haut beginnt das Holozän.

 

Morgens brechen die Männer auf, um in den Bürovierteln der Innenstadt ein Mammut zu jagen. Die Frauen holen währenddessen Pilze und Beeren aus dem Supermarkt. Abends sitzen alle um das Lagerfeuer und streamen sich grün und blau. Viel scheint sich nicht geändert zu haben, in den letzten vier- bis fünftausend Jahren.


Jeder ist dem Glück hinterher - und holt es selten ein.

 

Jeder will rauskriegen, wer er ist - und erfährt Ungenaues. Bin ich du? Bist du ich? Sind wir er oder sie oder es?

Spielt die gute alte Identität überhaupt noch eine Rolle? Manche der in Oleanderplatz, Suburbia versammelten, "aufgeschnappten" Gespräche schildern das tägliche Morden, manche das tägliche Träumen.


Der radikale Roman Oleanderplatz, Suburbia gibt Auskunft über die Phantasien, die unbekannten und die bekannteren Obsessionen, die alltäglichen Verwundungen und aktuellen Ängste.

 

Es sind somit auch Geschichten über die totale  Austauschbarkeit der Biographien. Über die Leere der Beziehungen. Die Lächerlichkeit der Hoffnungen. Die Einsamkeit der Kinder. Und: Über den nie endenden Versuch, sich und anderen ein gelungenes Leben vorzutäuschen.

 

 

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